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Digital Leadership: Moderne Führung in digitalen Zeiten

Die Arbeitswelt steht vor großen Veränderungen. Faktoren wie die fortschreitende Digitalisierung, kürzere Produktionszyklen sowie der Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels, stellen die bisherigen Strukturen auf die Probe. Das sorgt für zusätzliche Herausforderungen für Führungskräfte. Die Digital Leadership Coachin Julia Schleidt berät regelmäßig Unternehmen, die auf diese Veränderungen reagieren und sich neu aufstellen wollen. Digitale Leadership beschreibt einen modernen Führungsstil, der sich dem digitalen Wandel anpasst und flexibel reagieren kann. Im Blogbeitrag erklärt sie den Ansatz und gibt Tipps, wie Sie selbst ein:e Digital Leader:in werden können.
Digital Leadership: Moderne Führung in digitalen Zeiten

Von den Unternehmen wird mehr Flexibilität, Schnelligkeit und Agilität gefordert. Das hat zur Folge, dass Mitarbeitenden mehr Verantwortung übertragen wird und sie stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Zusätzlich sorgt die räumliche Trennung durch ortsunabhängiges Arbeiten für Herausforderungen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die bisherigen Führungskonzepte und Arbeitsmodelle nicht nur überdacht, sondern auch optimiert werden. Hierbei stellt sich die Frage, welche Kernkompetenzen bei den Führungskräften besonders wichtig sind und mit welchen Methoden die Arbeitsorganisation und die Haltung der Mitarbeitenden transformiert werden können.

Was ist Digital Leadership?

Digital Leadership bezeichnet einen Führungsstil, der die gesellschaftlichen und technischen Veränderungen gestaltet, die bisherigen Strukturen im Unternehmen überdenkt und entsprechend neue Arbeitsweisen entwickelt. Digital Leader*innen beeinflussen dabei maßgeblich den Erfolg oder Misserfolg des Transformationsprozesses. Als moderne Führungskraft lassen Sie Ihre Mitarbeitenden nicht nur teilhaben, sondern auch mitwirken, denn der Fokus liegt auf der Arbeit im Team. Besonders wichtig ist, dass Sie den Mitarbeitenden Raum geben und Wertschätzung zeigen. Dabei werden die Kreativität bei der Ideenfindung und die individuelle Weiterentwicklung gefördert.

Die Fehlerkultur spielt beim Konzept Digital Leadership ebenso eine wichtige Rolle. Mitarbeitenden sollte es möglich sein Fehler zu machen und darüber zu sprechen, ohne Sanktionen zu befürchten. Ein angenehmes Arbeitsklima begünstigt Innovationen und neue Ansätze sowie Motivation von innen. Digital Leader*innen fungieren als Vorbild mit Innovationsgeist und Vision, denen es gelingt die Mitarbeitenden für die Veränderung zu begeistern. Die wertorientierte Führung und Förderung der Mitarbeitenden wird zukünftig unverzichtbar.

Welche Eigenschaften bringen Digital Leader*innen mit?

  • Flexibilität und Agilität

Flexibel zu sein bedeutet keine Scheu vor falschen Entscheidungen zu haben. Es geht um das Ausprobieren von unterschiedlichen Möglichkeiten, das schnelle Lernen aus Erfahrungen und das Betrachten von verschiedenen Lösungsansätzen. Geeignete Methoden können hierbei Design Thinking oder Rapid Prototyping sein.

Agilität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Es geht darum, das richtige Maß an Flexibilität und Stabilität zu finden, um bei Veränderungen nicht nur reagieren, sondern auch agieren zu können.

  • Engagement und Offenheit:

Digital Leader*innen initiieren nicht nur den Veränderungsprozess, sondern gestalten diesen auch aktiv. Sie sollten der digitalen Transformation Offenheit entgegenbringen und davon überzeugt sein. Auch das Fördern der Selbstbestimmung der Mitarbeitenden ist unerlässlich. Hierbei können die Mitarbeitenden sich entsprechend ihrer Stärken einbringen, was wiederum die Zusammenarbeit verbessert.

  • Digitale Kenntnisse und Weiterbildung

Digital Leader*innen sollten sich mit Trends, Neuerungen und Veränderungen beschäftigen, welche die Arbeitswelt betreffen. Das beinhaltet auch die Haltung des lebenslangen Lernens und die Offenheit die Themen gegenüber den Mitarbeitenden transparent zu diskutieren.

  • Softskills und Diversität im Team

Die Zusammenstellung von Teams sollte nicht nur nach der fachlichen Qualifizierung der Mitarbeitenden erfolgen, sondern auch nach den persönlichen Stärken und so divers wie möglich erfolgen. Dabei wird die Zusammenarbeit zwischen Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen, Hintergründen und Werten sowie die bereichsübergreifende Kollaborationen gefördert. Ein besonderes Augenmerk sollten die Soft Skills dabei erhalten.

Das Mindset: Hinterfragen Sie Ihren Führungsstil

Immer mehr Unternehmen wollen neue Arbeitsmodelle einführen. Dezentralisierte Führung und selbstorganisierte Teams sollen ihren Erfolg in einer Welt sichern, die konstant im Wandel ist und täglich komplexer wird. Doch nur wenigen Unternehmen gelingt die Transformation. Warum? Weil sie die innere Arbeit vernachlässigen.

Digital Leadership sorgt dafür, dass äußere Strukturen und damit auch Sicherheiten abgebaut werden. Um diesen Verlust an Sicherheit auszubalancieren, müssen wir also umso mehr innere Sicherheit aufbauen.

Wie können wir diese innere Sicherheit entwickeln? Wie finden wir in uns das Vertrauen in einer komplexen und dynamischen Welt zurecht zu kommen? Die Antwort liegt in uns selbst: Indem wir uns selbst kennenlernen, indem wir wissen, wie es uns mental, psychisch und körperlich geht und indem wir uns im Dialog mit anderen Orientierung verschaffen. Es gehört auch dazu, sich mit sich selbst, den eigenen Werten, den persönlichen Stärken und Lernfeldern auseinanderzusetzen.

Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen, Ihre bisherigen Überzeugungen zu reflektieren und den Grundstein für ein neues Mindset legen:

  • Warum gelingt es mir nicht Verantwortung abzugeben?
  • Wieso fällt es mir so schwer, meine Mitarbeitenden wertzuschätzen?
  • Warum fällt es mir so schwer meinen Mitarbeitenden zu vertrauen?
  • Wer bin ich als Führungskraft, wenn ich die Verantwortung für Entscheidungen an mein Team gebe?

Früher spielte es keine Rolle, ob Mitarbeitende Reflexionskompetenzen mitbringen. Es ging lediglich darum, Regeln einzuhalten und zu funktionieren. Unsicherheiten einzelner Teammitglieder wirkten sich in stark hierarchischen Strukturen nicht so sehr auf die Arbeitsergebnisse aus. In Organisationen, in denen Hierarchien und äußere Strukturen durch innere Sicherheit ersetzt werden, ist Selbstreflexionsvermögen erfolgsentscheidend.

Wie kommen Sie nun aus dieser hierarchie-getrieben Old Economy in Richtung Digital Leadership? Dazu braucht es meiner Meinung nach Dialog und manchmal auch einen Diskurs. Schaffen Sie Reflexionsräume und ermöglichen Sie Erfahrungslernen. Dazu gehört auch, dass Dinge mal schief gehen. Insgesamt braucht es neue Formen der Zusammenarbeit. Die Frage ist, wie kommen Sie dahin? Bauen Sie in Ihrem Unternehmen Brücken und etablieren Sie eine Kommunikation die auf Wertschätzung basiert und auf Augenhöhe stattfindet.

Drei Tipps für erfolgreiche Führung im digitalen Wandel geben wir euch außerdem in unserem _Kurz erklärt Video „Was ist Digital Leadership? 3 Tipps zur erfolgreichen Führung im digitalen Wandel“

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#godigitalstayhuman

Die Autorin:

Julia Schleidt ist Inhaberin des Unternehmens Julia Schleidt | Digital Leadership Coaching. In einer Vielzahl von Projekten hat sie in den letzten Jahren Teams und Unternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft beraten.

Redaktion: Christel Schmuck, Esta Winkler

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