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„Digital jetzt“ – Alles zur Investitionsförderung für Unternehmen

„Digital jetzt“ ist die BMWI-Förderung für kleine und mittlere Unternehmen: Einzelunternehmen können bis zu 50.000 Euro Zuschuss für Hard- und Software & die Qualifizierung der Mitarbeitenden beantragen. Wir haben für Sie alle wichtigen Infos zur Förderung und Antragsstellung zusammengefasst.
Digital jetzt: Die Förderung für Unternehmen

(Beitrag aktualisiert am: 16. August 2022)

In den letzten 15 Jahren ist der Anteil der IT-Investitionen an den Gesamtinvestitionen in Deutschland nicht gewachsen, stellenweise sogar geschrumpft. Der Mangel an Zugang zu Krediten und die hohe Belastung durch das laufende Tagesgeschäft stehen Innovation und Weiterbildung zu häufig im Wege.

Genau hier knüpft die Förderrichtlinie des BMWi „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ an: Wer sein Digitalkonzept umsetzt, bekommt bis zu 60 % der Kosten erstattet.

Wichtig für Sie: Die Möglichkeit zur Einreichung eines Antrags auf die „Digital Jetzt“ Förderung wird monatlich im Rahmen eines Zufallsverfahrens (Algorithmus-basiertes Zufallsverfahrens) bestimmt, d.h. unter allen registrierten Unternehmen werden am 15. des Monats bis zur Erschöpfung der verfügbaren Haushaltsmittel Antragskontingente zugewiesen.

Inhalt

Wer kann die neue BMWi Förderung erhalten?

Das Förderprogramm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU “ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (kurz BMWi) bezuschusst seit dem 7. September 2020 kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen, einschließlich des Handwerks sowie der freien Berufe die zwischen 3 – 499 Mitarbeitende beschäftigen. Sie müssen außerdem eine Niederlassung bzw. Betriebsstätte in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt. Voraussetzung für die Förderung ist auch die Vorlage eines Digitalisierungsplans. 

Der Digitalisierungsplan:

  • ist eine umfassende Beschreibung Ihres Vorhabens. Im Antragtool beantworten Sie hierzu Fragen zu verschiedenen Themenblöcke aus. Diese werden Ihnen zum großen Teil als Auswahlmöglichkeiten und Skalen zum Ankreuzen vorgeben.
  • enthält weiterhin Freitextfelder, die zur genaueren Ausformulierung genutzt werden sollten.

Stellen Sie dar:

  • Wie die Ausgangssituation in Bezug auf die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen bzw. den zu digitalisierenden Unternehmensbereichen ist.
  • Wie das geplante Investitionsvorhaben konkret diese Ist-Situation verbessern kann. Gehen Sie hier beispielsweise auf das Geschäfstmodell, die IT-Sicherheit, Unternehmensprozesse oder den Schulungsbedarf Ihrer Mitarbeitenden ein.
  • Welche nachhaltige Wirkung die Investition für Ihr Unternehmen voraussichtlich haben wird.

Gut zu wissen: Sie dürfen mit Ihrem Digitalisierungsvorhaben zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben und müssten das Projekt nach der Bewilligung innerhalb von 12 Monaten umsetzen.

Der Digitalisierungsplan wird direkt im Antragstool auf der Website eingegeben.

Weitere Infos zu den Voraussetzungen für eine Förderung finden Sie auf der Themenseite des BMWi.

Das Förderportal für die Förderung „Digital Jetzt“ ist für neue Registrierungen dauerhaft geöffnet. Bereits bestehende Registrierungen behalten ihre Gültigkeit. Aufgrund des großen bedarfs werde die verfügbaren Kontingente ab Januar 2021 in einem monatlichen Losverfahren vergeben. Alle Infos zur Vergabe finden Sie auf der Website: www.digitaljetzt-portal.de

Was genau wird mit „Digital jetzt“ gefördert?

KMU und Handwerk können im Rahmen zweier Module Zuschüsse von bis zu 60 % für Investitionen beantragen:

  1. Modul: Die Investition in digitale Technologien, also die Anschaffung von neuer Hard- und Software. Diese Investitionen sollten die interne und externe Vernetzung  Ihres Unternehmens Fördern wie bspw. datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Einsatz von Hardware sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.
  2. Modul: Die Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden zielt darauf ab, das für eine nachhaltige Digitalisierung Ihres Unternehmens notwendige Know-how direkt in Ihrem Unternehmen aufzubauen. Das sind z. B. Weiterbildungsmaßnahmen zur Digitalen Transformationen, im Bereich der Digitalen Strategie, in digitalen Technologien, in IT-Sicherheit und Datenschutz oder zu digitalen Basiskompetenzen.

Gut zu wissen: Sie können wahlweise nur eines der Module oder auch beide in Anspruch nehmen. Nehmen Sie beide Module in Anspruch, müssen diese nicht unbedingt inhaltlich zusammenhängen.

Wie hoch ist die „Digital jetzt“ Förderung?

Die Höhe der neuen Förderung ist nach der Größe Ihres Unternehmens gestaffelt. Sie können folgende Zuschüsse erhalten:

  • Bis 50 Mitarbeitende: 40 Prozent Förderung (+ eventuelle Bonusprozentpunkte)
  • Bis 250 Mitarbeitende: 35 Prozent Förderung (+ eventuelle Bonusprozentpunkte)
  • Bis 499 Mitarbeitende: 30 Prozent Förderung (+eventuelle Bonusprozentpunkte)

Dabei liegt die maximale Fördersumme bei 50.000 Euro pro Unternehmen. Wenn Sie in Wertschöpfungsketten und/ oder -netzwerke investieren können Sie sogar bis zu 100.000 Euro Zuschuss erhalten. Die minimale Fördersumme bei Modul 1 beträgt 17.000 Euro, für Modul 2 bei 3.000 Euro.

Für Anträge, die seit dem 01. Juli 2021 eingehen, ist die Förderquote in der jeweiligen Kategorie um 10 Prozentpunkte gesunken. Unter bestimmen Voraussetzungen kann sich die Förderquote durch die Bonusprozentpunkte auf bis zu 60% erhöhen.

Sie haben maximal 12 Monate Zeit, um Ihr gefördertes Digitalisierungsvorhaben umzusetzen, müssen den Zuschuss aber nicht zurückzahlen.

Bedingungen für eine erhöhte Förderquote

Von einer erhöhten Förderquote profitieren:

  • KMU aus strukturschwachen Regionen (+10 Prozentpunkte)
  • Betriebe mit Investitionsvorhaben in die eigene IT-Sicherheit /Datenschutz (+5 Prozentpunkte)
  • Unternehmen, die innerhalb bestehender Wertschöpfungsnetzwerke Geschäftsmodelle (+5 Prozentpunkte) erschließen.

Wenn Sie alle der drei genannten Punkte erfüllen, steigt die Förderquote um insgesamt 20 Prozentpunkte. Somit können Unternehmen bis zu 60 Prozent Förderung erhalten.

Bild: Übersicht der strukturschwachen Regionen | Quelle: BMWi:  Strukturschwache Regionen nach Digital Jetzt

Die maximale Fördersumme

Die maximale Fördersumme für Einzelunternehmen liegt bei 50.000 EUR. Für Investitionen von Unternehmen in Wertschöpfungsketten und -netzwerken erhöht sich diese auf 100.000,00 EUR pro Antragsteller.

Die Untergrenze für die beantragte Fördersumme beträgt 17.000 EUR im Modul 1 sowie bei gemeinsamer Inanspruchnahme der Module 1 und 2. Für das Modul 2 beträgt die Untergrenze 3.000 Euro.

Wie wird die Förderung beantragt?

Sie stellen für Ihr Unternehmen den Förderantrag über das elektronische Antragsformular.

Beachten Sie, dass nur solche Vorhaben förderfähig sind, mit denen zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen worden ist.

Voraussetzung für die Förderung ist die Vorlage eines Digitalisierungsplans: In diesem Plan beschreiben Sie Ihr Digitalisierungsvorhaben genauer. Besonders hervorheben sollten Sie:

  • die gewünschten Synergieeffekte zwischen IT-Anwendungen in den unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens sowie
  • die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen.

Bitte beachten Sie: Sie können über unsere Webseite nicht die „Digital jetzt“ Fördergelder beantragen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das Onlinetool. Weitere Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Website des BMWi.

Ihr Kontakt bei Fragen zu „Digital jetzt“

Unternehmen, die Fragen zur „Digital jetzt“ Förderung haben, können sich über den offiziellen Artikel des BMWi zum Förderpgramm und die FAQs informieren.

Für weitere Fragen stehen außerdem AnsprechpartnerInnen des Projektträgers Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) per Mail (Digitaljetzt@dlr.de)  oder telefonisch zur Verfügung.

Hotline: +49 228 38212315

Wir unterstützen Sie bei der Digitalisierung Ihres Unternehmens

Hilfen bei der Digitalisierung: Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung mit kostenfreien Workshops und Veranstaltungen, Infomaterialien und Videotutorials und Projekten. 


Autorin: Christel Schmuck

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